Vol.3 Rhein-Lahn Kreis
Aus 1media.org
The first comprehensive and complete record of all cemeteries and gravestones in the whole Rhein-Lahn district. This photographic stock documentation describes the state of the graves in the whole district in the year 2004. As well as high-resolution photos, the documentation also contains accurate ground plans for and directions to all these cemeteries, some of which are extremely well hidden. As well as individual photos of the gravestones themselves, general photos give an overall impression of the individual cemeteries. Almost 2000 photos mirror the total number of gravestones of a complete administrative district.
Die enthaltenen Fredhöfe:
Bad Ems
Lage: Der Jüdische Friedhof von Bad-Ems befindet sich im Emsbachtal und ist in den städtischen Friedhof integriert . Auf den Friedhof befindet sich eine kleine Halle direkt am Weg welcher den alten und den neuen Teil des Jüdischen Friedhofs teilt.
Grabmale: auf dem älteren Teil oberhalb der kleinen Halle befinden sich 40 Grabsteine welche fast ausschließlich aus Sandstein gefertigt wurden. Die Inschriften und Ornamente sind zum größten Teil verwittert und nicht mehr lesbar. Die Gräber besitzen keine Einfassungen.
Im unteren (neueren) Teil des Jüdischen Friedhofs befinden sich 142 Grabmale . Überwiegend bestehen die Grabmale aus Granit , so das hier keine Verwitterungsspuren zu erkennen sind. Bei den wenigen Schrifttafeln aus Marmor bzw. den älteren Grabmalen aus Sandstein sind nur leichte Verwitterungsspuren erkennbar. Fast alle Inschriften können gelesen werden. Sämtliche Gräber besitzen eine Einfassung /Abgrenzung und sind recht üppig bewachsen , z.T. sind die Grabmale komplett von Blattwerk umschlossen.
Fotos : Die Dokumentation umfasst 254 Einzelaufnahmen
Gemeinde: Erstmals wurde 1618 eine Jüdische Familie in Bad-Ems erwähnt. Lt. Günzenleuchter ergibt sich folgende Statistik:
1618 - 1 Familie 1665 - 5 Personen 1738 - 8 Familien 1799 - 9 Familien 1843 - 78 Personen 1853 - 104 Personen 1866 - 119 Personen 1871 - 173 Personen 1925 - 108 Personen 1932 - 100 Personen
1850 wurde Dr. Benjamin Hochstädter zum Bezirksrabbiner Bad-Ems - Weilburg mit dem Sitz in Bad-Ems ernannt. Nachfolger wurde Dr. Lasar Weingarten , dieser führte dieses Amt bis 1931.
Balduinstein
Der Jüdische Friedhof von Balduinstein - Hausen
Lage: Der Balduinsteiner Ortsteil Hausen ist über eine Abzweigung kurz vor dem Ort Balduinstein in Richtung Hausen (ausgeschildert) zu erreichen . Von Balduinstein kommend muss man durch den gesamten Ortsteil Hausen fahren um hinter den letzten Häusern links in Richtung Waldrand abzubiegen. Eine große Eiche inmitten des Friedhofs markiert denselben. Auf dem Friedhof befindet sich ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus. Die gesamte Anlage ist von einem Jägerzaun umgeben und frei zugänglich. Die Grabstätten besitzen keine Einfassungen , der überwiegende Teil der Grabmale sind aus Sandstein / Kalkstein gefertigt und z.T. stark verwittert / nicht mehr lesbar.
Statistik: 1319 einige Personen 1820 2 Familien 1843 20 Personen 1905 14 Personen
Bornich
Gemeinde: Bornich war vor 1822 mit Kaub zu einer Kultusgemeinde zusammengefasst. Ab Mitte des vorigen Jahrhunderts gehörte Bornich zur Synagogengemeinde St. Goarshausen. Die Inschriften der Grabmale auf dem Friedhof von Bornich geben Hinweise auf die Orte Bogel, Bornich, St. Goarshausen, Welterrod sowie St. Goar und Werlau.
Statistik: 1628 Erwähnung von Juden im Bornicher Bußregister 1635 drei jüdische Familien erste Hälfte des 19. Jahrhunderts fünf jüdische Familien 1841-1842 drei jüdische Familien 1843 - 15 Personen 1865 vier jüdische Familien mit 4 Schulkinder 1895 - 12 Personen 1932-1933 eine Witwe mit Kind, später über England nach Amerika ausgewandert.




